Die digitale Schere zwischen Arm und Reich

In einem sehr lesenswerten Beitrag in der FAZ vom 26. Mai 2015 zeigt der weißrussische Publizist Evgeny Morozov eine Auswirkung des digitalen Wandels auf: Während Reiche die Kontrolle über ihre Daten behalten, liefern sich Arme den Großkonzernen aus.

Nichts von alldem widerfährt einem Reichen, der heute einen persönlichen Assistenten anheuert. Hier ist die Machtverteilung vollkommen klar: Der Herr gebietet über den Knecht, nicht umgekehrt wie in der Beziehung zwischen Google Now und einem Armen. In gewisser Weise sollen die Armen als „virtuelle Assistenten“ für Google arbeiten, indem sie dem Unternehmen helfen, die Daten zu sammeln, die es anschließend zu Geld macht.

Ein spannender Denkansatz, in den auch die Überlegungen um das sogenannte Varian-Gesetz, benannt nach dem Chefökonomen von Google, Hal Varian, einzahlt. Nach Varian müsse man, wenn man die Zukunft vorhersehen wolle, lediglich ansehen, was reiche Menschen bereits heute zur Verfügung haben – und dann ausrechnen, wann die Mittelschicht nachziehen würde. ms

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