Silvester 2012 bei 3sat – Hör‘ mir auf …

2009 und 2010 gab die Kasse4 bereits ihre Meinung zu den „Music Days“ von 3sat (auch „Pop Around The Clock“ genannt) an Silvester ab, 2012 soll es nach einjähriger Pause wieder so sein. Der Videorekorder durfte sich leider am letzten Tag des Jahres 2012 eine Pause gönnen. Was ist nur los mit der Redaktion des … Senders? Gibt es wirklich keine anderen Livekünstler als Paul McCartney, die Rolling Stones, Queen, geilie Kylie Minogue und Simon und Furunkel, ähm Garfunkel? Doch der Reihe nach, schauen wir mal in das Programm, das gerade auf dem Sender läuft und lief.

Von 5.30 Uhr bis 11.30 Uhr gaben sich unter anderem Joe Bonamassa, Gary Moore und Muddy Waters & The Rolling Stones die Ehre, gefolgt von The Doors, Doobie Brothers und Alan Parsons Project. Waters und die Stones, das hatte noch was, der Rest: nein, leider.

Von 11.30 Uhr bis 17.15 Uhr ging es mit einer Mischung aus gut abhangenem Altherrendreck und Pop-Belanglosigkeiten weiter: Der bei 3sat immer vertretene Paul McCartney, Elton John, Duran Duran (halber Punkt für die Originalität, ok), Sade, Phil Collins und Simon & Garfunkel. Alles weit davon entfernt, spektakulär zu sein, Live-Hausmannskost, brav und bieder. Mainstream, ohne Herzklopfen.

Bis 0.00 Uhr beglücken uns noch Queen (sicherlich ist Mercury immer sehenswert, aber …), Udo Lindenberg, a-ha, Shakira (seit Jahren ohne Relevanz und noch dazu keine gute Livekünstlerin), Coldplay (die ebenfalls nichts mehr musikalisch zu sagen haben, alberne Affen geworden sind – aber immerhin wurde die Show in Glastonbury gefilmt) und geilie Kylie Minogue (siehe Shakira) die Zuseher, nach dem Wechsel ins neue Jahr folgen Robbie Williams (fetter than ever), Westlife (who the fuck is…) und das gut abgehangenen Unplugged der Fantastischen Vier. Und schließlich noch die live vollkommen überschätzten und auch sonst ziemlich überflüssigen Silbermond (Titel des Konzerts, lustigerweise: Nichts passiert – live in Münster), Tokio Hotel (siehe Silbermond), Kasabian und Iron Maiden.

Halten wir also fest: Kasabian: Ja. Maiden: Ja. Lindenberg unplugged: Sicherlich, tolle Sache. Coldplay wegen der Location, aber nur wegen der Location. Shakira wegen Ihres Hüftschwungs. Bisschen wenig, oder?

Gegenvorschläge für Silvester 2012: die lustigen Beatsteaks und Deichkind, die spektakulären Rammstein, die mysteriösen The XX, die göttlichen Placebo, eine der besten Live-Bands überhaupt derzeit. Des weiteren Leonard Cohen, weil er generell der Größte ist, von mir aus Rod Stewart für die Hausfrau und Andreas Gabalier für die jungen CSU-Wähler, Feist für die Experten unter uns und Adele, die Tote zum Leben erwecken kann. Macht zehn Acts, also weiter.

AC/DC mit Bon Scott, Muse im Wembley Stadion, Oasis im Wembley Stadion, Tim Fischer mit seiner Regen-Revue, The Tiger Lillies für alle Abgedrehten, Westernhagen, der wieder in Form ist, die Scorpions, die auf Abschiedstour waren, Zucchero, schwitzend und alle beglückend. Kraftwerk im Kraftwerk in Wolfsburg. So schwer ist das doch gar nicht, wenn man Ahnung von Konzerten und Musik hat, oder, liebe 3sat-Redaktion? ms

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