Hotels des Grauens (1): Karlsruhe

Ob Johann Wolfgang von Goethe nun von Karlsruhe angetan war oder nicht, spielt hier keine Rolle, zumal das Hotel, um das es diesmal geht, so auch in anderen Orten (Altötting, Viechtach, Lübtheen, Chemnitz) stehen könnte. Wahnsinn kennt keine Stadtgrenzen und Kitsch auch nicht. Der Name des Hotels sei an dieser Stelle nicht genannt, da die Kasse4 niemandem von vorneherein das Vergnügen nehmen will, dort zu nächtigen und überrascht zu werden. Geschmacksnerven am Anschlag inklusive. Und die Kasse4 will auch keine Hotel-Touristen generieren.

Also stellen wir uns einfach vor: Ein Hotel, das jahrzehntelang wuchs und in das jahrzehntelang alles eingebaut wurde, was nicht zusammenpasst: Vom röhrenden Hirschen im Abendrot über Kuscheltiere, Vasen verschiedenster Stilrichtungen, Holz mal hell mal dunkel, ausgestopfte Tiere, einfach alles. Schmerzfrei, völlig schmerzfrei. Und das alles nebeneinander, ein Pandämonikum.

Die Katalogisierung der Besonderheiten des Hotels wird lange dauern, das hier ist erst der Anfang. Der Anspruch auf Vollständigkeit sei ausdrücklich NICHT erhoben.

Im Zimmer: Modernste Abspielstationen für mitgebrachte Musik.

Im Zimmer: Werke unbekannter Meister ihres Fachs.

… aus unterschiedlichen Zeiten. Kunstgeschichte auf wenigen Quadratmetern!

Im Bad: Kommunikation ist alles, darauf stehen Manager und alte Menschen. Shit in, Shit out, sozusagen.

Immer eine gute Idee: Das Fenster über dem Bad zeigt an, wenn drin das Licht brennt, sprich jemand im Bad ist. Zu dumm nur, dass sich das Bad in einem Einzelzimmer befindet 🙂

Kasperl meets Wahnsinn: Ein Detail aus der Lobby.

Im Frühstücksraum: Tote Tiere – oder waren das mal Gäste? – Steingut und viel anderes Klimbim.

Ohne Worte: Frühstücksraum.

Frühstücksraum: Wer den Fehler macht, nach oben zu blicken, wird mit dem tödlichen Blick eines weiteren toten Tiers belohnt.

Finale: Auf den Gängen zu den Zimmern wunderbare Stilleben: Kindergarten meets Bonbon-Schüssel and Minibesen.

Im Hotel gibt es des weiteren: Einen Frühstücksraum mit künstlichem Sternenhimmel und blondierten Bedienungen, die die Namen ihrer Kinder auf den Unterarmen tätowiert mit sich herumtragen, eine Rutsche zum Bierkeller, einen Biergarten mit Fellen auf den Bänken, eine Salzhöhle und vieles andere.

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2 Antworten zu Hotels des Grauens (1): Karlsruhe

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