Kinderkommission gibt noch mehr Gas

Es tut sich was bei der Kinderkommission des Deutschen Bundestags! Treten Sie näher, staunen Sie … sieben Aktivitäten in wenigen Wochen (vgl. auch Kasse4 vom 27.01.). Das macht was her. 1.) Kinderkommission stellt ihre Positionen zum 3./4. Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zur UN-Kinderrechtskonvention vor (PDF).

2.) Kinderkommission fordert inklusive Bildung in Schulen und Kindertagesstätten für alle Kinder.
Am 26. März 2009 trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft und ist seither geltendes deutsches Recht. Sie verfolgt ein vollkommen neues Leitbild: die Inklusion. Anders als die Integration, fordert die Inklusion die Anpassung der Gesellschaft an den Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen und nicht umgekehrt. Die Kinderkommission hat nun in ihrer Stellungnahme einen weitreichenden Forderungskatalog aufgestellt.

3.) Öffentliche Anhörung der Kinderkommission zur Kinderkrankenpflege, häuslichen Krankenpflege sowie zu Kinderunfällen im Straßenverkehr und im häuslichen Bereich am 9. Februar 2011.

Eingeladen waren: Prof. Dr. med. Werner Andler, Vereinigung Leitende Kinderärzte und Kinderchirurgen Deutschlands; Adelheid Gottwald, Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e. V.; Dr. med. Wolfram Hartmann, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.; Dr. Stefanie Märzheuser, Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V.; Prof. Dr. Dr. h.c. Hubertus von Voß, Kindernetzwerk e. V.; Frauke Leupold, Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V.

4.) Statement der Kinderkommission zum Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar (!). Der bundesweite „Tag der Kinderhospizarbeit“ macht jeweils am 10. Februar auf die Situation lebensverkürzend erkrankter Kinder und deren Familien aufmerksam. Die Vorsitzende Marlene Rupprecht erklärt für die Kinderkommission: „Die Kinderkommission half mit, in den letzten Gesundheitsreformen die gesetzliche Verankerung der Palliativmedizin und der Kinderhospizarbeit durchzusetzen. Wir werden den Umsetzungsprozess weiterhin begleiten.“

5.) Symposium des Aktionsbündnisses Kinderrechte unter der Schirmherrschaft der Kinderkommission: „Die verfassungsrechtliche Verankerung der Rechte des Kindes in Deutschland“ am 14. Februar 2011, 10 bis 15 Uhr. Im Juli 2010 hat die Bundesregierung den anlässlich der Ratifizierung vorgenommenen Vorbehalt zur UN-Kinderrechtskonvention zurückgenommen.  Zu prüfen ist jedoch, ob weitere rechtliche und praktische Maßnahmen zur umfassenden Verwirklichung der Rechte der Kinder in Deutschland erforderlich sind. In der Diskussion ist auch eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz. Dafür liegen mehrere konkrete Formulierungsvorschläge vor. Diese sollen u. a. mit der ehemaligen Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und der ehemaligen Justizsenatorin Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit diskutiert werden. Auch dabei: Vorstandsmitglied von UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk, Anne Lütkes und die Rechtsanwältin Dr. Birgit Spießhofer als Mitglied des Verfassungsrechtsausschusses des Deutschen Anwaltvereins.

6.) Öffentliches Expertengespräch der Kinderkommission zu ADHS sowie zur Arzneimittelversorgung und psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen am 23. Februar: „Steigende Zahlen von ADHS-Diagnosen und psychischer Probleme bei Kindern und Jugendlichen nimmt die Kinderkommission mit Besorgnis wahr. Neben Vertretern der Bundesregierung sind Vertreter folgender Institutionen eingeladen: Kommission für Arzneimittel für Kinder und Jugendliche im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und Prof. Dr. Dr. h.c. Hubertus von Voß (Kindernetzwerk e.V.).

7.) Statement zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar (!). Marlene Rupprecht, Vorsitzende der Kinderkommission, erklärt:
„Gerade bei Spracherwerb und Sprachkompetenz spielt das ‚Aufwachsen in öffentlicher Verantwortung‘ eine besonders große Rolle. Wir sollten deshalb darauf achten, dass die sprachlichen Kompetenzen unserer Kinder und Jugendlichen umfassend gefördert werden – im Kindergarten ebenso wie in der Schule und anderen Bildungsinstitutionen. Viel zu oft tun sich Kinder mit Migrationshintergrund nicht nur mit der deutschen Sprache schwer, sondern verlieren auch den Zugang zur Muttersprache ihrer Eltern. Ziel aller Bildungsanstrengungen muss es deshalb sein, gerade bei diesen Kindern und Jugendlichen sowohl Deutsch als auch die Sprache des Herkunftslandes der Eltern zu kultivieren. Denn echte Zwei- oder Mehrsprachigkeit baut nicht nur Brücken zwischen den Kulturen, sondern wird mehr denn je für junge Menschen eine Chance auf den Arbeitsmärkten der Zukunft sein.“

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