Bundesvision Song Contest: Unheilig gewinnt – Alle Songs in der Einzelkritik an der Kasse4

Unheilig gewinnen wenig überraschend den Contest, ansonsten: Viel Belangloses und nur wenig Qualität – die Beiträge des Bundesvision Song Contests in der Einzelkritik.Fazit auf die Schnelle (nennen wir das doch einfach mal „Executive Kassen-Summary“):

Blumentopf – großartig.
Oceana & Leon Taylor – großartig.
Das Gezeichnete Ich – sehr, sehr geil.
Stanfour – sehr gut.

Den Rest kann man vergessen. Begraben. Des Landes verweisen. Was auch immer.

Die ersten 5:
1. Unheilig (164 Punkte)
2. Silly (152)
3. Ich+Ich (100)
4. Blumentopf (94)
5. Das Gezeichnete Ich (87)

Die letzten 5:
12. Blockflöte des Todes
13. Oceana und Leon Taylor
14. Auletta
15. Mikroboy
16. Dirk Darmstädter und Bernd Begemann

EINZELKRITIKEN:

Bakkushan – Springwut
Spring spring spring aus dem Fenster oder wohin auch immer, aber mach nie wieder bei einem Bundesvision Song Contest mit. Gute Idee, schwacher Song.

Blumentopf – So La La
Super Performance, nah dran am Zuschauer, super Song, super Refrain. Klasse gemacht von den Veteranen des deutschen HipHops. Echte Überraschung!

Ich+Ich – Yasmine
Du bist die Ernte, die Saat und die Frucht, mein Atem, mein Herzschlag, ja klar. Textlich ein Alptraum, aber was soll’s: Ich+Ich halt, ergänzt um einen ägyptischen Sänger.

Das Gezeichnete Ich – Du, Es und Ich
Optisch wie akustisch das erste Highlight des Abends. Schöner Song, guter Refrain, charming gesungen und performt. Sicher chancenlos in der Gesamtkonkurrenz, aber: sehr gut!

kleinstadthelden  – Indie Boys
Rein optisch die Brüder der Blockflöte des Todes beziehungsweise der kleine Bruder Markus Kavkas. Der Song ist an den Stellen ok, an denen nicht gesungen wird. Leider wird an den meisten Stellen gesungen, aber schmissig ist er trotzdem. Würde für ein Halbfinale im Schülerbandwettbewerb von Erding reichen.

Selig – Von Ewigkeit zu Ewigkeit
Routiniert-langweiliger Song, an sich ok, aber alles andere als ein Reisser. Die Kasse4 wird Selig zwar immer lieben, aber mit diesem Song wird die Band nur einen Blumentopf gewinnen.

Oceana & Leon Taylor – Far Away
Glamour in der Hütte! Was für eine fette Darbietung, Talent, Können, Sexyness. Zwei großartige Künstler, die hier zueinander gefunden haben. Großes Kino mit einem ganz, ganz großen Song!

Sebastian Hämer – Is´ schon ok
Die DSDS-Edition von Xavier Naidoo, schlimme Darbietung. Der Song würde in Ordnung gehen mit dem richtigen Interpreten. Leon Taylor beispielsweise.

Dirk Darmstaedter & Bernd Begemann – So geht das jede Nacht
Wenn das jede Nacht so geht, möchte die Kasse4 nie wieder schlafen. Vermutlich haben die beiden die Drogen der Blockflöten des Todes genascht.

Unheilig – Unter Deiner Flagge
Wie langweilig. Wie unerklärlich, dieser Erfolg. Peter Heppner wird in vierzig Jahren noch besser singen als dieser Herr.

Auletta – Sommerdiebe
Die Drohung der Band, im Falle eines Sieges die Zugabe nackt zu spielen, darf als Körperverletzung mit Ankündigung verstanden werden. Zum Glück wird es dank einer blassen Performance und einem dämlichen Refrain (Ich bin süchtig wie der Mond?) nicht dazu kommen. Ganz, ganz schwach.

Mikroboy – Nichts Ist Umsonst
Warum nur der Sänger die Augen nicht aufbekam? (–> Querflöte des Todes?). War aber auch egal, denn der Song war weder Fisch noch Fleisch, einer der schwächsten des Abends. Die Keyboarderin sah aber schnuckelig aus. Den Rest vergessen wir mal schnell.

Blockflöte des Todes – Alles Wird Teurer
Der Sänger verwechselt da was: Er hat nicht „fair trade Koks“ konsumiert (Fair Trade Zeugs taugt ja meistens was), sondern den letzten Scheiss, den der Markt hergegeben hat. Anders sind die Performance und der Song nicht zu erklären. Aber die rothaarige Background-Sängerin ist sehr hübsch!

Silly – Alles rot
Wer darauf steht … Der Song ist jedenfalls klasse, muss man leider zugeben.

Stanfour – Sail On
Definitiv ein Ohrwurm, wird ein Radiohit. Muss man nicht mögen, ist aber so. Die Performance war aber trotz Pyro ziemlich eindimensional.

Norman Sinn & Ryo – Planlos
Die ostdeutsche Version von Dr. Jekyll und Mr. Hyde – die beiden haben zwar den gleichen Heimatort wie Clueso, aber so schwach würde dieser nichtmal auf Blockflöten-Drogen Songs schreiben. Planlos, völlig, ja.

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7 Antworten zu Bundesvision Song Contest: Unheilig gewinnt – Alle Songs in der Einzelkritik an der Kasse4

  1. p.r. schreibt:

    Ich weiß zwar leider nicht wer das geschrieben hat, aber viel geschmack scheinst du ja nicht zu haben.
    „Der Song ist jedenfalls klasse, muss man leider zugeben.“ Wieso leider? Bin zwar kein silly-fan aber der song war klasse
    Stanfour fand ich etwas unkreativ und 50% deutsch war das lied auch nicht wie es eigentlich vorgeschrieben war.
    Bei Oceana hätte ich mir eine kräftigere und tiefere Stimme als begleitung gewünscht, wäre glaub ich besser gewesen.
    Die Norman Sinn & Ryo – Performance fand ich ziemlich gut, auch wenn es natürlich nicht an Clueso herankommt.
    Das gezeichnete Ich fand ich etwas langweilig, aber wem’s gefällt.
    Bei deiner Kritik an Sprinwut, Auletta und Unheilig stimme ich dir zu. Springwut war Schulband-niveau, Aulettas Text peinlich und der Gesang schlecht, und Unheilig hat auch nur gewonnen, weil sie mit „Geboren um zu leben“ in den Charts waren (eigentlich ja eine Metal/Goth-band)
    So jetzt das wichtigste: Die Blockflöte wird von sämtlichen Kritikern niedergemacht, alle fragen nach dem Sinn usw., aber eigentlich haben sie nur ein Lied gespielt das zwei aktuelle Themen (Drogenabhängigkeit und Fair Trade) auf eine humoristische art und weise verarbeitet.
    Dein Beitrag kommt mir so vor, als wärst du der Meinung du kannst das besser als die alle und du solltest auch berücksichtigen, dass es sich um kleine Bands handelt.

  2. Herr Teddy schreibt:

    Du scheinst in den langweiligen Momenten doch eher nach den weiblichen Bandmitgliedern geguckt zu haben? 😉 Ist aber auch nicht verwerflich.
    Leider habe ich den Contest nicht gesehen, aber Unheilig und Stanfour finde ich sowieso extrem langweilig. Nur billige Kopien von Oomph! und Snow Patrol. Ganz schwach, aber die Kiddies scheinen es zu mögen.

  3. kasse4 schreibt:

    hm, dazu sage ich jetzt nicht. was die kopien angeht, schaffen das manche bands sogar in personalunion – kopie und original zu sein. Silly z.B. hehehe…

  4. Herr Teddy schreibt:

    Ja stimmt schon das Silly an die alten Sachen (mit Tamara Danz) leider nie wieder heranreichen können. Das hängt aber eher mit der dominanten Ausstrahlung von Danz zusammen.

  5. Markus schreibt:

    Warum werden Musikkritiker eigentlich immer gefragt, ob sie es besser können? Das finde ich doch eine recht seltsame Ansicht. Heißt das, dass nur Bob Dylan beurteilen kann, was Neil Young macht, und andersherum?

  6. martin schreibt:

    ich denke, dass der kritiker immer in dem moment eine auf den sack bekommt wenn er einen künstler kritisiert. denn es gibt immer mindestens einen da draußen, der einen von der Realität unbeeinflussten Blick auf die Dinge hat. und schon hat der kritiker keine ahnung, zack. 🙂

  7. Pingback: Eurovision Song Contest: Berlin, Düsseldorf, Hamburg oder Hannover? | Kasse4 – Live! Musik! Privates!

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