Update 3: Selbstauskunft bei Auskunfteien

Lange nichts mehr vom Thema gehört, aber nun geht’s wieder los: Antworten der Auskunfteien EOS, Bürgel und CEG Consumer Reporting sind eingetroffen. Lasst uns einen Blick drauf werfen. UPDATE 3 (frühere Updates: Bitte Suche benutzen und einen Begriff wie Auskunfteien verwenden)

Posteingang 21.04. – EOS Information Services GmbH aus Bad Rappenau. Man schreibt, dass in der Wirtschaftsdatenbank von EOS, genannt CMS Pool, keinerlei Daten gespeichert wurden. Auf die Frage, ob Scores berechnet wurden, geht das Unternehmen nicht ein. Auch hier wird ein Nachhaken notwendig sein.

Posteingang 23.04. – Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG aus Hamburg. Bürgel schreibt, dass zur Person keine Dten auf der Datenbank gespeichert wurden (das Wort „auf“ ist in dem Zusammenhang putzig). Des weiteren wird der Score-Wert genannt und mitgeteilt, dass die Wahrscheinlichkeitswerte nicht an Dritte übermittelt wurden. Im Hinweisblatt erklärt Bürgel, dass ihr Auskunftsdienst „ConCheck RealTime“ heißt und Werte zwischen 1,0 und 6,0 ermittelt. Die Riskioklassen staffeln sich wie folgt:

1,0 bis 1,2 Sehr geringes Risiko
1,3 bis 1,8 Niedriges Risiko
1,9 bis 2,6 Durchschnittliches Risiko
2,7 bis 2,9 Mittleres Riskio
… und ab 3,0 beginnt offenkundig das Grauen.

Nachdem Bürgel den Bonitätswert der Kasse4 berechnen konnte mit einem Score, aber gleichzeitig schreibt, dass keine Daten gespeichert wurden, stellt sich die Frage, wie das gehen soll. Die Antwort laut Infoblatt lautet, dass

a) persönliche Daten wie Alter und Geschlecht sowie „Zahlungerfahrungen aus geschäftlichen Aktivitäten“
b) wenn diese nicht vorhanden sind, Anschriftendaten, genauer gesagt bonitätsrelevante Daten aus dem unmittelbaren Umfeld der jeweiligen Anschrift

herangezogen werden. Klingt also alles sehr durchdacht, meine Herren: Wenn die Nachbarn der Kasse4 nicht so gern Rechnungen bezahlen, sinkt der Score-Wert der Kasse4 und andersrum steigt er, wenn nebenan Engel wohnen oder Nonnen. Was das mit der Realität zu tun hat, erschließt sich nicht wirklich. Oder mal anders gefragt: Gilt hier keine Unschuldsvermutung? Auch hier wird ein Nachhaken notwendig sein.

Posteingang 24.04. – CEG Creditreform Consumer GmbH aus Neuss. Auch CEG schreibt, dass derzeit keine personenbezogenen Daten gespeichert wurden, und legt ein Infoblatt bei. Auf dem steht unter anderem, dass die Wahrscheinlichkeitswerte in Klassen von A (cool) bis J (schwach) gestaffelt sind. In Klasse J liegt die Rückzahlungswahrscheinlichkeit noch bei rund 80 Prozent. Der Wahrscheinlichkeitswert nennt sich BONIMA Score und wird „unter Einbeziehung von Daten zur Person (Alter und Geschlecht) und Adressdaten“ errechnet. Das hatten wir doch schonmal… Auch hier stellt sich die Frage, wie ohne Daten überhaupt ein Score berechnet werden kann. Nachhaken? Leider ja, denn beantwortet sind die Fragen hiermit sicher nicht.

Mal sehen, wer als nächstes antwortet …

Über www.kasse4.de

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