Lena Meyer-Landrut bei „Wetten, dass …?“ – Schön, aber …

Seit Lena Meyer-Landruts Sieg bei „Unser Star für Oslo“ sind ein paar Wochen vergangen, umso spannender wartete Fernsehdeutschland auf ihren Auftritt bei „Wetten, dass …?“: Was hat sich getan, hat sich was getan seit den Tagen des Siegs? Die Antwort nach der Show am 27. März lautet: Leider wenig. Meyer-Landrut wirkt bei ihrem Auftritt mit „Satellite“ im unguten Sinne gezähmt, sie hat offenkundig mit dem langweiligen Song ihren Frieden gemacht. Was bedeutet, dass sie außer einem süßen Lächeln und ein wenig einstudiertem Augenaufschlag nichts mehr von sich bringt auf der Bühne. Zwar blitzt ab und an ihr übliches Temperament und ihr unbekümmerter Aktionismus durch, für den wir sie lieb gewonnen hatten. Nur dass es bei der Performance bei „Wetten, dass …?“ eher so wirkt, als wenn ein satanischer Regisseur ab und an Stroßstöße durch den Bühnenboden geschickt hätte. Als wenn etwas durchbricht, das sich nicht unterdrücken lässt, und doch krampfhaft unterdrückt wird.

Lena Meyer-Landrut muss als „nationale Hoffnung“ eine Rolle spielen und in ein Kostüm schlüpfen, das ihr weder, was die Erwartungen angeht, passen kann, noch dem entspricht, was sie ist: Ein außergewöhnliches 18-jähriges Mädchen mit Spaß an verrückter Musik. Sie so „sitnknormal“ zu präsentieren wie bei „Wetten, dass …?“ ist für den Wettbewerb in Oslo das sichere Todesurteil. Wie bereits gesagt, Kerstin Freking hätte es wesentlich einfacher gehabt, in so eine Rolle zu schlüpfen und hätte in Oslo sicher viel erreicht. Lena wäre direkt in eine Karriere eingestiegen, die ihr näher gelegen hätte. Hätte, wäre, wenn – wir werden sehen. Übrigens: Was eine markante Performance ist, zeigte wenig später in der Sendung Beth Ditto. DAS war eine Show. m.

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7 Antworten zu Lena Meyer-Landrut bei „Wetten, dass …?“ – Schön, aber …

  1. Doris schreibt:

    Was bin ich froh!

    Liebe Kasse 4,

    als ich das erste Mal besagten Song hörte, war ich etwas irritiert: „Was? Das soll er sein? Und die Lena kann singen? Falls ja, hört man es bei diesem – äh – what ever – nicht.“ Von Simmentfaltung hat das Ding („Lied“, nicht Lena) sicher nichts. Was auch immer in dem Mädel steckt, mit dieser „Nummer Sicher“ kann man es schlecht bis gar nicht entdecken.

    Was den „Wetten, dass…“-Auftritt anbelangt: Gesehen hab ich ihn nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass dieser ohenhin schon glatt gebügelte Song noch extra geliftet wurde und die Interpretin oben drein, denn man muss das Publikum bedenken: Wer schaut sich denn sowas an? Mutti mit Spitzendeckchen aufm Sofa. Omma, mit demselben Spitzendeckchen aufm Sofa. Und Gebissreiniger neben den Chips. Ich hab mal kurz reingezapped und festgestellt, dass sich der gottschalksche Gesichtsausdruck immer mehr dem von Otti Fischer angleicht. Im Ernst! Das war komisch! Derselbe halboffene Mund, dieselben Hängebacken und der stiere Blick ins Leere. Unfassbar. Das ist also das Endstadium Fernsehkarriere.

    Hat die Gossip-Tante eigentlich irgendwann wieder aufgehört zu reden? Vielleicht hockt die immer noch im Studio und erzählt, während schon alle Licher aus sind. Herrlich. Ich mag die ja.

    • www.kasse4.de schreibt:

      nein, die sitzt immer noch auf der couch bzw. den überresten von hansi hinterseer, auf den sie sich klugerweise geschmissen hatte. Offenkundig eine profunde Kennerin der deutschen Musiklandschaft. Nette Frau, like her 🙂

      • Doris schreibt:

        Ich entschuldige mich für mein klemmendes „t“ *schäm* Simmentfaltung….Licher….es war schon spät.

        Frau Dito klebte auf Hansi? Schade, dass ich das nicht sah. Aber sie kannte „Schlag den Raab“. Das hätte ich ihr direkt bei Gottschalk geraten. Den Schlagabtausch hätte sie definitiv gewonnen. Mehr Schwungmasse. Ich weiß, wovon ich rede….

  2. Markus schreibt:

    Auf die sinnfreien Fragen von Gottschalk fiel selbst Lena Meyer-Landrut und Beth Ditto nichts mehr ein.

  3. Herr Teddy schreibt:

    Gottschalk war wie immer eine Katastrophe, vor allem als er versuchte bei Emma Thompson und Beth Dito charmant zu sein (also in seinem Sinne anzüglich würde), beide ihn aber jedesmal herrlich abblitzen ließen.
    Auch die Hunziger war wie immer nur hübsches Beiwerk, zeigte aber zumindest beim abschließenden Singen mit Lloyd Webber etwas Talent, was man von Thommi wiederum nicht sagen konnte.
    Und zu Lena: Ihren Auftritt fand ich jetzt auch nicht so dolle, aber wie sie auf der Couch auftaute und ab und zu eine spitze Bemerkung machte, war schon Klasse. Enttäuscht war ich dagegen von Raab, der sich die Spitzen von Gottschalk gefallen ließ und ziemlich bieder wirkte.

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