Oans, zwoa, Bright Lights, gsuffa: Placebos neue Single ist da

Bright Lights

Bright Lights

VÖ: 26.02.10
Label/Vertrieb: Dreambrother/PIAS/Rough Trade
In meinen wüstesten Träumen kommt ab und an mal die Frage vor, wie das so sein wird, wenn ich mal alt bin und die Helden meiner Lieblingsbands entweder tot oder auch schon ziemlich alt sind. Werden wir uns wiedersehen beim „Frühlingsfest der Rockmusik“, moderiert von einer greisen Annette Hopfenmüller (wer das ist? Check hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Annette_Hopfenm%C3%BCller) und einem dann noch weniger als bereits jetzt schon vom Zahn der Zeit verschonten Markus Kavka? Sitze ich dann am Biertisch, vor mir eine Flasche Astra oder im Idealfall auch ein Krug Held Bräu und ich wippe mit im Takt der Vollplayback-Rockshow von … Placebo? Oder ist mir dann vielleicht die Mühe zu groß und ich sitze lieber am Sonntag nachmittag auf de Couch und warte drauf, dass B1 bei der Glückwünsch-Sendung meine Freunde Franz und Nicole gegrüßt werden, verbunden mit einem Stück von Placebo? Schweißgebadet enden diese Wahnvorstellungen meistens und das wäre auch alles nicht weiter schlimm,hätte unser aller Lieblingsband Placebo nicht exakt heute einen weiteren Schritt in Richtung Bierzelt, Altersgeschunkel und Mainstream unternommen. Aber sie hat!

Heute erscheint die dritte Singleauskopplung des aktuellen Albums „Battle For The Sun“, das ohnehin alles andere als düster, sperrig und merkwürdig ausgefallen ist, sondern alle mit nahezu fröhlichen Hymnen, leicht mitzusingenden Gassenhauern, einer optimistischen Grundtendenz und einer gewissen Ranschmeiße an den Mainstream (ich nenn das jetzt einfach mal Ranschmeiße) überrascht hat. Da war es also, das Popalbum der Alternative-Rock-Heroen, und es war und ist fuckin‘ brilliant. Nur eben anders. „Bright Lights“ heißt der Song, der heute als Single erscheint, er folgt „For What It’s Worth“ und „Ashtray Heart“, den Singles Nummer eins und zwei. Das Cover spielt sich mit dem Albummotiv – der Sonne, der Sonnenfinsternis und zeigt einen freundlichen Wolkenhimmel, der über einer Wiese schwebt, die verdächtig nach dem Startscreen von Windows XP aussieht. Brian wird doch nicht etwa mit Bill …?! Egal. Der Song selbst wurde im Vergleich zur Albumversion nochmal neu gemixt und mit Backgroundchören versehen. Diese verändern den letzten Part des Songs enorm, stellt Euch das so vor:

Brian: No-one can take it away from me,
Background-Chor: „BRIGHT LIGHTS IN BLACK HOLES!“
Brian: No-one can tear it apart.
Background-Chor: „BRIGHT LIGHTS IN BLACK HOLES!“
Brian: It may be elaborate fantasy
Background-Chor: „BRIGHT LIGHTS IN BLACK HOLES!“
Brian: But it’s the perfect place to start.
Background-Chor: „BRIGHT LIGHTS IN BLACK HOLES!“

… ich konnte das auch kaum glauben, als ich es zum ersten Mal gehört habe. Denn der Chor kommt so gassenhauerisch rüber, dass der Song 1a für den Einsatz auf dem Oktoberfest taugt und ich dort nicht erst mit 80 am Tisch mitschunkle. Nunja, die Band wird schon wissen, was sie damit anrichtet. Schlecht ist es ja nicht, vielleicht also auch nur mein Problem, das Ganze.

Hier die restlichen Facts: Als Bonus auf der physischen Single gibt es eine schöne Akustik-Version von „The Never-Ending Why“ (wenn es hier schon nicht als Single erscheint …), aufgenommen am 28.10.09 in Paris und einen Remix von Randomer, den kein Schwein braucht nach dem Chor-Schock des Titeltracks. Bei iTunes umfasst die Single auch noch neben dem genannten Kram das Video zum Song.

Chart-Blick

„Battle For The Sun“ war das erste Nummer-Eins-Album der Band in Deutschland, was Singles angeht, war bislang bei Platz 34 als Peak Schluss (mit „For What It’s Worth“; „The Bitter End“ war 2003 ebenfalls auf 34, „Song To Say Goodbye“ 2006 auf 35)

Singleauskopplungen von „Battle For The Sun“
18.03.09 „Battle For The Sun“ (vorab als kostenloser Download veröffentlicht)
29.05.09 „For What It’s Worth“ (Peak Platz 34, insgesamt 9 Wochen in den Charts)
18.09.09 „Ashtray Heart“ (66/6)
26.02.10 „Bright Lights“ (n./n.)

UPDATE 09.04.
: „Bright Lights“ war eine Woche in den Charts, Peak = Chartsplatzierung war die 62. Nun ja …

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