So bitter, so wahr: Klaus Harpprecht über die Zeitungskrise

„Indiviualität, Konkurrenzgesinnung, Eitelkeit, die täglich ihre Bestätigung sucht, die Überzeugung, unentbehrlich, zugleich die Furcht, morgen vergessen zu sein, pure Existenzangst – tausend Motive, die zusammenwirken, um dem Heer der Journalisten das aufzunötigen, was ihrem Selbstverständnis radikal widerspricht:  Gehorsam. Haben Redaktionen in den letzten Jahrzehnten gestreikt? Zogen sie mit Spruchbändern, roten Mützen und markig skandierten Sprüchen durch die Straßen? Besetzten sie Druckereien? Nichts davon. Ein fast leeres Streiflicht auf Seite eins der „Süddeutschen Zeitung“ war die dramatischste Aktion, zu der sich die Kollegenschaft entschloss, um ihren Protest gegen die Entlassungen sichtbar zu machen.

Klaus Harpprecht in der „taz“ über die Zeitungskrise, zitiert  aus „Journalist“ 8/2003

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