Februar 2002: „Die Deutschland sucht den Superstar“-Jury

Ihr habt es verbockt. Ja, Du, Thomas B., Du, Thomas M. S., Du, Shona und Du, Dieter. Obwohl, Dieter, Du vielleicht am wenigsten. Deine drei Jury-Kollegen dafür umso mehr. Ihr hattet sie in der Hand und ihr habt sie weggeworfen. Die einmalige Chance, vor einem Millionenpublikum für die Auseinandersetzung mit Musik zu werben. Chancen dazu hattet ihr noch und nöcher. Warum war Vanessa Eurer Meinung nach immer super? Was hat Nektarios falsch gemacht? Traf Daniel wirklich nur selten einen Ton? Steckte in Judith mehr, als Ihr zuerst glaubtet?

All diese Fragen haben wir Zuschauer uns Woche für Woche, Sony für Song gestellt. Haben im Freundeskreis diskutiert, altes Wissen ausgepackt und einfach Spass gehabt am Quatschen über Musik und Performances. Denn, Überraschung, wir sind gar nicht so doof, wie Ihr glaubtet oder wie es zumindest das Drehbuch von RTL glaubte. Die Doofen saßen 1000 Mann hoch hinter Euch im Studio. Und auch davor hattet Ihr Angst: Flagge zu zeigen, sich einfach mal umzudrehen und den Brüllaffen zu zeigen, dass Ihr nicht einknickt und das Proletentum Eure mit Sicherheit vorhandene Sachkenntnis nicht einschüchtern kann.

Vorbei, vorbei. Da helfen auch keine Igelschnäüzchen und Elefantenpickel was. Aber halt, das ging ja: Die Kandidaten für ihre Garderobe runterputzen, den Unterschied zwischen Kleid und Rock nicht kennen, aber das Mail aufreissen. Gell, Herr Bug? Dafür reicht auch eine Vita als Radiomoderator. Es bleibt ein bitteres Fazit: Ihr habt Lemming-like an Eurer Abschaffung gearbeitet, habt dafür gesorgt, dass Ihr überflüssig werdet. Eine Jury wie diese braucht man vielleicht in den Castings, um die kranken Kermits dieses Landes auszusortieren, danach aber nicht mehr.

Der Superstar ist also da, nur die Fans da draußen, Eure und die Konsumenten, die habt Ihr nicht. Nicht verstanden, nicht ernstgenommen, nicht angeregt. Das letzte Wort lassen wir Dieter: „Ihr habt alles das, was wir hier nicht brauchen“. m.

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